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Wer im Web gesehen werden möchte, kommt an Google und Facebook nicht vorbei. Sie sind die zwei Giganten der Online-Werbung und dominieren den Werbemarkt im Netz. Doch welche Plattform macht für Ihr Unternehmen Sinn? Wir verraten Ihnen was Google Ads und Facebook Werbeanzeigen können, wie sie funktionieren, worin sie sich unterschieden und worauf Ihr Unternehmen setzen sollte.

So funktionieren Google Ads

Google Ads oder auch Google Werbung sind bezahlte Werbeschaltungen von Google, durch die eine Webseite besser gefunden werden kann und im Netz präsent ist. Eine Google AdWords Kampagne kann mit einem Google Ads-Konto erstellt und verwaltet werden. Bis 2018 hieß Google Ads noch AdWords, deshalb wird der Begriff häufig noch verwendet.

Wo erscheinen Google Ads?

Bei Google können Anzeigen im Suchnetzwerk (also dann, wenn Nutzer nach etwas suchen) oder im Displaynetzwerk (dazu gehören Millionen von Websites, Nachrichtenseiten, Blogs und Google-Produkten wie Gmail und YouTube) oder in beiden Netzwerken präsentiert werden.

Bei Google Search Ads (Anzeigen im Suchnetzwerk) werden Anzeigen sichtbar in den Suchergebnissen platziert. Wenn ein Nutzer nach einem Keyword (Suchbegriff) sucht, nehmen die bezahlten Anzeigen die ersten Ergebnisse ein. Sie sind mit dem grün umrahmten Wort “Anzeige” gekennzeichnet.

Bei Google Display Ads (Anzeigen im Displaynetzwerk) werden die Anzeigen auf anderen Websites präsentiert. Dies funktioniert mit dem sogenannten AdSense-Programm. Websitebetreiber können Google-AdSense-Partner werden und somit Google Ads auf ihren Websites schalten.

Beispiele für Display Ads finden Sie in der Google Rich Media Gallery.

Was kosten Google Ads?

Das ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Die Kosten von AdWords hängen von folgenden Faktoren ab:

  • der Konkurrenz (dem nächstniedrigsten Anzeigenrang)
  • dem Qualitätsfaktor (voraussichtliche Klickrate, Relevanz, etc.)
  • dem maximalen Klickpreis (max. CPC)

Man bestimmt also selber, wie viel maximal für einen Klick auf eine Anzeige ausgeben werden soll. Diese Gebotsstrategien werden Cost-per-Click-Gebote (CPC-Gebote) genannt.

So funktionieren Facebook Ads

Facebook Ads sind Werbeanzeigen, die Unternehmen bei Facebook kaufen – anders ausgedrückt bezahlte Werbeanzeigen, die Facebook für Werbetreibende schaltet. Der Facebook Ads Manager (Facebook Werbeanzeigenmanager) ist die Schaltzentrale für Werbekampagnen auf Facebook, Instagram, im Messenger oder im Audience Network.

Wo erscheinen Facebook Anzeigen?

Facebook Werbeanzeigen können auf der mobilen Facebook-App und im Browser beispielsweise in den Neuigkeiten (Newsfeed), Storys sowie in der rechten Spalte erscheinen. Des Weiteren kann man bei den Facebook-Kindern Instagram und Messenger Anzeigen in verschiedenen Formaten schalten. Seit 2014 gibt es auch die Möglichkeit, Werbebotschaften auf dem sogenannten Audience Network (das sind Seiten, die zum Facebook-Netzwerk gehören) zu präsentieren. Das Audience Network umfasst Apps und Instant Articles (Bsp. Spiegel Online). Publisher können auch auf mobilen Versionen ihrer Webseite das Audience Network einbinden. Anzeigen können demzufolge in jeder mobilen Webseite erscheinen.

Was kosten Facebook Ads?

Auch bei Facebook Werbung kann das Budget selbst bestimmt werden. Mittels Tages- oder Laufzeitbudget wird festgelegt, wie viel maximal ausgegeben wird. Sobald der festgelegte Betrag aufgebraucht wur­de, stoppt Facebook die Auslieferung der Anzeige.

Die Unterschiede zwischen Google und Facebook Werbung

Google ist eine Suchmaschine. Facebook ist ein Netzwerk.

Die Intention und Art der Nutzung der beiden Plattformen unterschiedet sich grundlegend. Während man bei Google aktiv auf der Suche nach Lösungen ist und ein spezifisches Bedürfnis befriedigen möchte, ist Facebook für den Austausch, die Unterhaltung und Inspiration geeignet – ein Bedürfnis wird dadurch neu erweckt und Nachfrage geschaffen. Dies kann auf das Google Displaynetzwerk ausgeweitet werden.

Wenn also zwischen Google Ads und Facebook Ads grundlegende Unterschiede aufgezeigt werden sollen, muss man Anzeigen im Google Suchnetzwerk und Facebook Werbeanzeigen gegenüberstellen. Denn Google Display Ads und Facebook Ads verfolgen nahezu dieselben Ziele, funktionieren ähnlich und sind push-orientiert (beim Push-Marketing entsteht ein Bedarf beim Konsumenten durch Marketingmaßnahmen).

Wenn wir von Google Suchanzeigen sprechen, sind diese in den letzten Phasen des Sales Funnels (=Prozess, bei dem Besucher zu Kunde wird) am effektivsten. Zu diesem Zeitpunkt weiß der User, was er sucht und ist bereit zum Kauf.

 

Unterschied Targeting

Facebook hat weltweit rund 2,3 Milliarden monatlich aktive Nutzer und 1 Milliarde monatlich aktive Instagram-Nutzer. Das soziale Netzwerk speichert die vielen Nutzerdaten, was präzises Targeting ermöglicht. Die Möglichkeiten, eine Zielgruppe zu definieren sind sehr umfangreich – von klassischen demografischen Merkmalen über Verhaltensweisen bis zu angegebenen Interessen. Facebook Ads richten sich nach den Vorlieben des Users. Google kann vielleicht nicht so exakt targeten, das Werbenetzwerk hat aber auch viele Möglichkeiten, die Zielgruppe zu erreichen und eine unschlagbare Reichweite bei Internetnutzern (92,81 % aller Internetsuchen werden mit Google durchgeführt).

 

Unterschied Kanäle

Die beiden Plattformen unterscheiden sich darin, wo Anzeigen im jeweiligen Netzwerk geschaltet werden. Welche Plattformen für Sie Sinn machen, hängt von Ihrer Zielgruppe und dem Nutzverhalten ab. Diese Grafik zeigt, welche Möglichkeiten es auf den Werbeplattformen gibt. Zudem unterscheiden sich auch die Formate in den jeweiligen Kanälen. Die gängigsten Anzeigearten für Facebook, Instagram, Messenger und das Audience Network sind Foto, Video, Story, Messenger, Karussell, Slideshow, Sammlung, Playables. Auf Google kann mit Text-, Bild-, App-, Shopping-, Video- und Nur-Anruf-Anzeigen geworben werden.

Fazit: Welche Werbeplattform ist besser?

Sowohl Google AdWords als auch Facebook Werbeanzeigen sind leistungsstarke Werbeplattformen für praktisch jede Branche und jede Art von Business. Welches Netzwerk für Ihr Unternehmen den optimalen ROI erzielt, bestimmen Faktoren wie Ziele und Zielgruppe, Anzeigeformat und Phase der Customer Journey.

Facebook Ads eigenen sich gut, um Ihr Markenbekanntheit aufzubauen und Nutzer auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Google Ads haben sich bewährt, wenn es um den direkten Verkauf und die Generierung von Leads geht. Aber das eine schließt das andere nicht aus.

Viel besser ist es „oder“ mit „und“ zu ersetzen, denn ideal ist die Kombination aus beiden Werbenetzwerken. Wieso nicht die Stärken von Google und Facebook nutzen? Entwickeln Sie Ihre Online Marketing Strategie sowohl mit Google AdWords als auch Facebook Werbeanzeigen und profitieren Sie von den Vorteilen beider Werbewelten. Wichtig dabei ist nur, dass man sich in beiden Werbeplattformen an die unterschiedlichen Spielregeln hält.